Gesetzentwurf
Iranisches Parlament will Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verbieten

Das iranische Parlament hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verbietet.

    Totalaufnahme des iranischen Parlaments in Teheran.
    Das iranische Parlament in Teheran (dpa/Arnulf Stoffel)
    Zu diesen Medien gehören etwa US-amerikanische oder israelische Zeitungen und Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, wie eine iranische Zeitung berichtet. Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen außerdem dem Geheimdienstministerium gemeldet werden.
    Der Iran hatte im vergangenen Jahr bereits die Strafen für eine Zusammenarbeit mit sogenannten feindlichen Staaten erhöht. Auf der Grundlage davon wurde in ​diesem Monat die Fotojournalistin Jalda Moajeri zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihr war unter ‌anderem vorgeworfen worden, ⁠feindlichen Medien Interviews gegeben zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.