
"Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen", sagte der Isländer nach dem Rückspiel in der Nations League (1:1) dem irischen Fernsehsender RTE. Irland und Israel sollten nicht mehr gegeneinander spielen. Er wünsche keiner Nationalmannschaft, "dass sie das durchmachen muss, was wir in den vergangenen zwei Wochen durchmachen mussten".
Hitzige Debatten
Die beiden Spiele der UEFA-Nations-League waren in Irland, aber auch in Israel von hitzigen Debatten begleitet worden. Das Rückspiel war vom irischen Verband (FAI) bereits im Juni von Dublin ins serbische Backa Topola verlegt worden und fand ohne Zuschauerbeteiligung statt. Zuvor hatte es in Irland Forderungen nach einem Boykott als Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen gegeben. Irland und die Mehrheit der Bevölkerung sehen sich traditionell als Unterstützer der Palästinenser.
Handschlag verweigert
Schon im Hinspiel hatten Irlands Fußballer mit ablehnenden Haltungen gegenüber der gegnerischen Mannschaft Kritik am Gazakrieg geübt: Während der israelischen Nationalhymne senkten sie demonstrativ die Köpfe. Zudem trugen sie schwarze Armbinden. Ihren Gegenspielern verweigerten sie den üblichen Handschlag. Das Stadion war nahezu leer, das Spiel wurde fast ohne Zuschauer ausgetragen. Der irische Verband hatte keine Tickets für Fans reserviert, der öffentlich-rechtliche Sender RTE verzichtete auf eigene Kommentatoren. Bei dem Spiel war Israel offiziell Gastgeber, ausgetragen wurde es im ungarischen Debrecen. Der irische Torhüter Gavin Bazunu hatte seine Teilnahme an den beiden Partien abgesagt und dies mit der "Tötung unschuldiger Menschen" begründet.
Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
