
Das teilte der irische Verbandspräsident David Courell nach einer Mannschaftssitzung mit: "Es gab eine deutliche Mehrheit, die sich für die Spiele ausgesprochen hat." Allerdings entschied sich Irlands Torwart Gavin Bazunu dazu, nicht anzutreten. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht", schrieb der Torwart des englischen Zweitligisten Bolton Wanderers auf Instagram: "Ich fühle aber, dass es falsch wäre, an den Spielen gegen Israel teilzunehmen. Meine Entscheidung basiert rein auf meinem persönlichen Glauben daran, dass es falsch ist, unschuldige Menschen zu töten."
Israelischer Verband begrüßt Entscheidung
Der israelische Verband IFA begrüßte die Entscheidung der Iren, zu den Spielen anzutreten: "Der Fußball hat gewonnen", schrieb er in einer Mitteilung: "Diejenigen, die heute zweifellos verloren haben, sind diejenigen, die einschüchtern, spalten und den Fußballplatz in eine politische Arena verwandeln wollten."
Spiel eins steigt am Sonntag im ungarischen Debrecen, das Rückspiel am 4. Oktober ebenfalls auf neutralem Boden in Backa Topola (Serbien). Wegen Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld Forderungen nach einem Boykott gegeben. Der irische Verband FAI verzichtete auf sein Ticketkontingent. Der Trainer der Iren - der Isländer Hallgrimsson - hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, einige seiner Spieler fühlten sich unwohl dabei, die Spiele bestreiten zu müssen.
Irland traditionell Unterstützer der Palästinenser
Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt.
Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
