Wegen "Boykott"
Israel verweigert TAZ-Journalistin Arbeitserlaubnis als Korrespondentin

Israel hat nach Informationen der ARD einer Journalistin der Tageszeitung "taz" die Arbeitserlaubnis als Korrespondentin verweigert.

    Zwei Ausgaben der Tageszeitung taz liegen übereinander.
    Einer Journalistin der Tageszeitung "taz" wurde die Arbeitserlaubnis als Korrespondentin in Israel verweigert. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
    Die 43-jährige Serena Bilanceri arbeitet aktuell laut taz als freie Auslandskorrespondentin für Jordanien und den Nahen Osten. Wie auch die Jerusalem Post berichtet, sollte sie nun eigentlich als feste Korrespondentin aus Israel berichten. Bei der Verweigerung der Arbeitserlaubnis und der Einreise folgten die Behörden demnach einer Empfehlung des Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten. Dieses beruft sich auf eine neue Regelung im Einreisegesetz. Demnach kann Personen, die öffentlich zum Boykott des Landes aufrufen, das Visum verweigert werden.
    Bilanceri hat in ihren Kommentaren Sanktionen gegen Israel gefordert und das Land - ähnlich wie etwa Menschenrechtsorganisationen - als Apartheid-Staat bezeichnet. Die Bundesregierung weist diese Einstufung ebenso wie Israel ausdrücklich zurück.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.