
Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten der Knesset zu bestimmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Ministerpräsident Netanjahu an der Macht bleibt. Sein Lager umfasst neben seiner Likud-Partei auch ultrareligiöse und rechtsextreme Kräfte. Als Netanjahus größter Herausforderer gilt der frühere Generalstabschef Eisenkot, der ein Bündnis mit seiner Partei Jaschar und weiteren Teilen der Opposition gebildet hat. Umfragen deuten auf einen knappen Ausgang hin. Demnach ist auch denkbar, dass keines der beiden Lager die notwendige Mehrheit von 61 Sitzen in der Knesset erreicht. In der Folge könnten dann bei der Regierungsbildung kleinere Parteien eine Schlüsselrolle spielen.
Es ist die erste Parlamentswahl in Israel seit dem Überfall der militant-islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg. Die meisten Wahllokale schließen um 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Unmittelbar danach werden erste Prognosen erwartet.
Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
