Nahost
Israelische Armee vertreibt in Hebron Tausende Palästinenser aus ihren Häusern

Bei der Großoffensive der israelischen Armee im Westjordanland sind nach Regierungsangaben in der Stadt Hebron etwa 2.000 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben worden.

    Mehrere israelische Soldaten gehen neben- und hintereinander eine Straße in Hebron entlang. Dahinter ein Militärfahrzeug.
    Israelische Streitkräfte in Hebron im Westjordanland (dpa / Anadolu / Mamoun Wazwaz)
    Ausgewählte Einheiten der Armee seien dort unverändert im Einsatz, sagte Verteidigungsminister Katz in einem Interview. Die betroffenen Palästinenser dürften nicht zurückkehren, bevor nicht alle Probleme mit der Hamas in Hebron geregelt seien.
    Das israelische Militär hatte nach einem Angriff bewaffneter Palästinenser am Freitag, bei dem zwei Soldaten getötet wurden, eine Großoffensive im besetzten Westjordanland gestartet. Die palästinensische Autonomiebehörde rief die internationale Gemeinschaft auf, wegen des Vorgehens Israels einzugreifen. Der Militäreinsatz stelle eine Kollektivstrafe dar. Diese Eskalation werde niemandem Sicherheit oder Frieden bringen, sondern nur weitere Spannungen schüren.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.