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Nahostkrieg
Israels Armee fliegt weitere Angriffe gegen Hamas im Gazastreifen

Israels Luftwaffe hat in ihrem Verteidigungskampf gegen die Terrororganisation Hamas weitere Stellungen der Islamisten im Gazastreifen angegriffen.

    Das Foto zeigt eine Rauchwolke in der Nacht nach einem israelischen Luftangriff auf ein Ziel in Gaza-Stadt.
    Israel setzt seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Dieses Foto zeit Angriffe am 12.10.23. (picture alliance / AA / Ashraf Amra)
    In der Nacht wurden demnach mehr als 100 Ziele getroffen - darunter Tunnelsysteme, Waffenlager und Kommandozentren. Auch im Norden Israels gab es Kampfeinsätze. Als Reaktion auf Beschuss aus dem Libanon wurde die pro-iranische Hisbollah-Miliz ins Visier genommen. Die Armee ordnete zudem die Evakuierung der israelischen Grenzstadt Kirjat Schmona an. Die Bundesregierung rief alle deutschen Staatsbürger im Libanon auf, das Land zu verlassen.
    Bundesaußenministerin Baerbock setzte ihre Nahost-Krisengespräche in Israel fort und will im Laufe des Tages auch in den Libanon reisen. Gestern hatte die Grünen-Politikerin in Jordanien mitgeteilt, Deutschland stocke die Unterstützung für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen mit einer Soforthilfe von 50 Millionen Euro auf. Für morgen kündigte Baerbock an, nach Ägypten zu fliegen, um in Kairo an einem "Gipfel für den Frieden" teilzunehmen. Unterdessen begannen in Ägypten offenbar die Vorbereitungen für eine Öffnung des Grenzübergangs Rafahs, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Über ihn sollen Hilfslieferungen in den Gazastreifen sowie die Ausreise von Ausländern ermöglicht werden. Nach Angaben der UNO dauern die Gespräche über die Modalitäten allerdings noch an.
    In den USA teilte Präsident Biden mit, er wolle ein weiteres Hilfspaket für Israel und auch für die Ukraine beim Kongress beantragen. Die Vereinigten Staaten könnten nicht zulassen, dass Terroristen wie die Hamas oder Tyrannen wie Kremlchef Putin gewinnen würden, sagte er in einer Rede an die Nation.
    Diese Nachricht wurde am 20.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.