
Für die Gesetzesänderungen stimmten in der Abgeordnetenkammer in Rom 227 Politiker, dagegen votierten 164. In den Vortagen hatte die Regierung bereits drei Vertrauensvoten dazu überstanden. Der Senat hatte das Vorhaben bereits Mitte September gebilligt. Regierungschefin Meloni drohte für den Fall eines Scheiterns mit einem Rücktritt. Die Opposition warf der Regierung vor, mit der Reform die Chancen Melonis auf eine Wiederwahl im kommenden Jahr erhöhen zu wollen.
Kern des Vorhabens ist, dass der Sieger einer Parlamentswahl eine Art Mehrheitsbonus bekommt, wenn die Partei oder das Bündnis mindestens 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Die Regierung will damit nach eigener Aussage mehr politische Stabilität für Italien erreichen. Die italienische Politik war in den vergangenen Jahrzehnten von häufig wechselnden Regierungen geprägt.
Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
