Berlin
Gedenken an Opfer der NS-Deportationen

In Berlin haben Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Deportationen von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus erinnert.

    Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Julia Spohr, Leiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, und Ron Prosor, Botschafter von Israel in Deutschland, stehen am Mahnmal "Gleis 17".
    Vertreter aus Politik und Gesellschaft gedachten am Berliner Mahnmal "Gleis 17" der Opfer der NS-Deportationen. (Christophe Gateau / dpa / Christophe Gateau)
    Vor 85 Jahren begannen die systematischen Transporte aus der damaligen Reichshauptstadt. Am Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald legten der Regierende Bürgermeister Wegner, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Harbarth, und der israelische Botschafter Prosor Blumen nieder.
    Harbarth sagte, Antisemitismus, Rassismus und Gleichgültigkeit dürften niemals verharmlost werden. Botschafter Prosor erklärte, die Verantwortung dieses Ortes ende erst, wenn jüdisches Leben in Deutschland frei, sicher und ohne Angst gelebt werden könne.
    Von Berliner Bahnhöfen aus wurden ab 1941 zehntausende Jüdinnen und Juden in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.