Proteste in Frankreich
Jüngste Bilanz: Mehr als 1.300 Festnahmen

Bei Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen in Frankreich hat es landesweit nach aktualisierten Angaben der Behörden mehr als 1.300 Festnahmen gegeben.

    Ein Demonstrant steht mit einer Holzlatte in den Händen vor einer Polizeikette (Foto vom 24.10.2026).
    Proteste in Paris: Teils kam es erneut zu Zusammenstößen von Demonstrierenden und Polizeikräften. (picture alliance / dpa / Marcus Golejewski)
    Etwa 50 Polizeikräfte hätten Verletzungen erlitten, teilte das Innenministerium mit. Es seien gut 20 Plünderungen registriert worden. Auch seien Ordnungskräfte gegen 75 versuchte Brandstiftungen vorgegangen. Die vergangene Nacht sei dann ruhig verlaufen, hieß es weiter. An den Einsätzen hätten sich rund 70.000 Beamte beteiligt.
    Die gestrigen Proteste waren damit friedlicher als die Demonstrationen vor einer Woche, die von schweren Ausschreitungen begleitet wurden. Die seit Wochen anhaltenden Kundgebungen richteten sich ursprünglich gegen Lehrermangel und marode Schulgebäude. Beklagt werden jetzt auch etwa hohe Lebenshaltungskosten.
    Für den 5. November riefen Gewerkschaftsvertreter zu einem landesweiten Streik in Frankreich auf.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.