
Bei einer Anhörung des Justizausschusses sagte Kerkeling in Erfurt, er spreche nicht als Verfassungsrechtler, sondern als Nachfahre eines Opfers des Nationalsozialismus. Sein Großvater war KZ-Häftling in Buchenwald. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte sei für die Frage eines möglichen AfD-Verbots von zentraler Bedeutung.
Kerkeling kritisierte eine aus seiner Sicht verharmlosende Haltung der AfD zur NS-Zeit. Eine Partei, die ihren politischen Erfolg aus Hass gegen Minderheiten schöpfe, habe in Deutschland mit seiner -Zitat- grauenhaften Geschichte keinen Platz.
Beantragt hatte die Anhörung die Fraktion Die Linke. Geladen waren Fachleute und Prominente. Neben Kerkeling sprach auch der umstrittene ehemalige Chef des Verfassungsschutzes, Maaßen. Er sagte, die AfD bekenne sich klar zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
