
Fällt dem KI-Assistenten so etwas auf, schlägt er Alarm. Bademeister oder Rettungsschwimmer erhalten auf ihren Smartwatches dann sogar die genaue Position des mutmaßlich Ertrinkenden.
Hamburg führt nun dieses System flächendeckend in seinen städtischen Schwimmbädern ein, als erste deutsche Großstadt mit mehr als 260 Kameras an 48 Schwimmbecken. Bis Ende 2027 sollen alle öffentlichen Hallenbäder der Hansestadt damit ausgestattet sein, wie der Betreiber Bäderland mitteilte.
Die Zahl der Aufsichtskräfte soll aber nicht reduziert werden. Die KI ist als Unterstützung gedacht, nicht als Möglichkeit zur Personaleinsparung. Die KI sei ein Sicherheitsanker für das Personal, sagt Geschäftsführerin Susan Zetzmann. Bäderland investiert eigenen Angaben zufolge rund drei Millionen Euro. Die Technologie stammt von der israelischen Softwarefirma Lynxight.
Den Anstoß für den KI-Einsatz in Hamburgs Schwimmbädern gab der Tod eines Mädchens vor drei Jahren. Die Fünfjährige geriet in einem Schwimmkurs unter Wasser und erlitt einen tödlichen Sauerstoffmangel. Eine Schwimmlehrerin wurde zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.
Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
