Tiere
KI "übersetzt" Brummen von Elefanten

Elefanten tröten nicht nur, sie brummen auch. Sie brummen mal einzeln und mal im Chor. Ein US-Forschungsteam hat die Klänge von afrikanischen Elefanten mithilfe von KI analysiert und herausgefunden: Die Brumm-Chöre sind ein soziales Gruppensignal. Es hilft den Tieren, sich abzustimmen. Und sie gleichen ihre Stimmen dabei auch an.

    Eine Gruppe afrikanischer Elefanten mit Jungtieren im Etosha National Park in Namibia.
    Afrikanische Elefanten im Etosha National Park in Namibia. (picture alliance / imageBROKER / Matthias Graben)
    Das Team hat gut 900 Brummlaute von über 80 wilden Elefanten ausgewertet. Die Aufnahmen wurden über Jahrzehnte in Kenia gemacht. Die KI hat das Gebrumme sechs verschiedenen Situationen zugeordnet, wie Begrüßung, Wiedervereinigung nach Trennung, Trost und Beruhigung von kleinen Elefanten und eine Art "Let’s go", damit sich eine Gruppe in Gang setzt.
    Eine der Autorinnen sagt, dass die Ergebnisse unter anderem zeigen, wie Elefanten Bindungen aufrechterhalten und ihr Sozialleben koordinieren.
    Hinter der Studie im Fachmagazin Scientific Reports stecken das Earth Species Project aus Kalifornien und das Projekt Elephant Voices.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.