
Immer weniger Kinder gingen zur Schule, sagte Vorstand Carsten Montag nach seinem Besuch vor Ort. Im vergangenen Schuljahr habe es in der Ukraine rund 3,5 Millionen Schüler gegeben - etwa 250.000 weniger als im Vorjahr. Flucht, Vertreibung und die demografische Entwicklung dürften die Zahlen weiter dramatisch sinken lassen. Der Krieg leere nicht nur Klassenzimmer, führte Montag aus. Er nehme Kindern Bildung, soziale Beziehungen und Zukunftschancen. Wenn sie wegen Krieg, Flucht oder fehlender Sicherheit nicht regelmäßig lernen können, verlören sie auch ein Stück Stabilität und Kindheit.
Die Kindernothilfe fordert mehr internationale Unterstützung für sichere Lernorte, ausreichend qualifiziertes Personal und psychosoziale Angebote. Die Staatengemeinschaft dürfe sich nicht daran gewöhnen, dass ukrainische Kinder im Krieg aufwüchsen, mahnte der Vorstand der evangelischen Hilfsorganisation mit Sitz in Duisburg.
Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
