
Ein zentraler Tatort bleibe die eigene Familie. Hier sei der Zugriff auf Kinder für Täter enorm leicht
. Missbrauchsdarstellungen, die digital zur Verfügung gestellt würden, fänden vielfach in der Familie statt. Die Verschränkung dieser beiden Welten müsse in den Blick genommen werden, betonte sie mit Blick auf Politik und Ermittlungsbehörden. Durch die erweiterten technologischen Möglichkeiten habe sich das Problem enorm verschärft. Andresen führte aus, besonders dramatisch für die Betroffenen sei das psychologische Dilemma, wenn der Vater einerseits geliebt werde, andererseits aber diese Gewalt ausübe. Ähnlich zerstörerisch wirke Missbrauch durch andere Vertrauenspersonen wie etwa Trainer im Sport – dies stelle eine fundamentale Erfahrung des Vertrauensbruchs dar.
Die Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Claus, hatte gestern ihren ersten gesetzlich verankterten Bericht vorgelegt, und vor allem vor Gefahren für Minderjährige im digitalen Raum gewarnt. Für Kinder und Jugendliche sei das Risiko, sexualisierte Gewalt zu erleben, noch nie so hoch gewesen wie heute, sagte sie in Berlin.
Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





