Nach Kritik aus dem Kanzleramt
Klingbeil hält an Einführung der Zuckersteuer fest

Nach dem vorläufigen Stopp der Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke hat Bundesfinanzminister Klingbeil angekündigt, an den Plänen festzuhalten.

    SPD-Co-Chef Lars Klingbeil
    SPD-Co-Chef Lars Klingbeil (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Es sei in der Koalition verabredet worden, eine Zuckersteuer einzuführen und dies werde auch geschehen, sagte der SPD-Vorsitzende im ZDF. Er sei zuversichtlich, dass die Regierung schnell zu einer Einigung kommen werde, auch im Sinne der Gesundheitsprävention. Zuvor war Klingbeil vom Bundeskanzleramt übereinstimmenden Medienberichten zufolge ausgebremst worden. Der Gesetzentwurf sei in der aktuellen Form im Kabinett nicht mehrheitsfähig, meldete die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise. Demzufolge weicht der Vorschlag aus dem Finanzministerium von jenem der "Finanzkommission Gesundheit" ab, der die vereinbarte Grundlage war. Die Abgabe soll nach dem Willen des Finanzministeriums auf alle Getränke mit mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter erhoben werden und rund eine Milliarde Euro im Jahr einbringen.
    Lebensmittelverbände begrüßten den vorläufigen Stopp der Pläne und sprachen von unnötigen Belastungen für Wirtschaft und Verbraucher.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.