Besuch auf den Bahamas
König Charles erkennt "großes Leid" der Sklaverei an, vermeidet aber eine Entschuldigung

Der britische König Charles hat bei einem Besuch auf den Bahamas auf das Leid der Sklaverei während der Kolonialzeit hingewiesen, eine Entschuldigung aber erneut vermieden.

    König Charles steht an einem Rednerpult, hinter ihm steht ein Schlagzeug, dahinter ein Bild mit einem Flamingo, einem Schwertfisch und einem Segelboot, das ihn ehrt.
    König Charles besucht die Bahamas (picture alliance / PA Images / Ben Stansall)
    Der Monarch sagte auf einer Veranstaltung in der Hauptstadt Nassau, man wisse, dass einiges, was heute das Beste an Kultur der Bahamas ausmache, aus der Dunkelheit hervorgegangen sei. Es sei nur recht und billig, das große Leid und die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit auf diesen Inseln und darüber hinaus anzuerkennen.
    Die Staaten der Karibischen Gemeinschaft CARICOM fordern seit Jahren eine Aufarbeitung des transatlantischen Sklavenhandels durch die beteiligten europäischen Staaten. Dabei geht es neben einer Entschuldigung auch um Reparationen. Großbritannien schaffte die Sklaverei durch ein Gesetz im Jahr 1833 ab. Die Niederlande baten 2023 offiziell um Entschuldigung für das während der Sklaverei verübte Unrecht.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.