
Beim Thema Erinnerungskultur gehe es nicht nur um Aufarbeitung, sondern auch um Aussöhnung, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Mann dem Deutschlandfunk.
Es wäre wünschenswert, hier einen gemeinsamen Weg zu finden
. Diese sollte sich der historischen Verantwortung stellen. Zugleich aber sollte er aufzeigen, wie in einer Gesellschaft, die sich hinsichtlich Vielfalt und Einwanderung verändere, neue Wege eröffnet werden könnten, um die deutsche Gedenkkultur in die Moderne zu führen.
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tesfaiesus beklagte ein großes Desinteresse an vielen Stellen. Der Koalitionsvertrag verlange, dass das Thema behandelt werde. Tesfaiesus hielt Weimer vor, die Angelegenheit möglichst schnell abhaken zu wollen. Deshalb mache er nun "irgendetwas".
Verfällt Weimer von Verzögerung in Aktionismus?
Ein Gedenkstättenkonzept zur NS-Zeit und zur SED-Diktatur liegt bereits vor.
Seit Langem versprochen ist jedoch auch ein Konzept zur Erinnerung an die deutschen Kolonialverbrechen
. Der letzte offizielle Sachstand, den die Bundestagsabgeordneten erhielten, ist nach Angaben von Kritikern fast ein Jahr alt. Vergangene Woche soll sich Weimer im Kulturausschuss dann eher beiläufig zu dem Thema geäußert haben. Dem Vernehmen nach erwägt er in Bremen ein Gedenkzentrum zur deutschen Kolonialherrschaft, offenbar ohne vorherige Abstimmung und ohne ausreichende Haushaltsmittel. Der Vorwurf lautet: Aktionismus ohne Absprache und ohne tragfähiges Konzept.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
