Spionage-Verdacht gegen Ex-BND-Chef
Kontrollgremiums-Chef: Werden Geheimnisverrat nicht dulden

Nach der Festnahme des früheren BND-Chefs Hanning wegen Spionageverdachts wird parteiübergreifend eine lückenlose Aufklärung gefordert.

    August Hanning, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) kommt am 02.10.2015 im Bundestag in Berlin als Zeuge zum NSA-Untersuchungsausschuss.
    Ex-BND- Chef August Hanning wurde wegen Spionageverdacht festgenommen. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Henrichmann, sagte dem Portal "The Pioneer", man werde Geheimnisverrat nicht dulden. Die Arbeit mit geheimen Informationen sei eine Frage der nationalen Sicherheit und kein Bagatelldelikt. Der Grünen-Politiker von Notz sprach von ungeheuerlichen Vorwürfen. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Bünger, erklärte, die Ermittlungen zeigten, dass die Geheimdienste selbst ein Risiko seien.
    Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005. Er war heute früh festgenommen worden. Nach Angaben des Generalsbundeswalts wird er des versuchten Landesverrats und der geheimdienstlichen Agententätigkeit verdächtigt.
    Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.