Bundestag
Kontroverse Debatte über neue Regeln bei Organspenden

Die Regelungen zur Organspende bleiben in Deutschland umstritten.

    Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Sitzung des Bundestags. Thema ist die Änderung des Transplantationsgesetzes.
    Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (Kay Nietfeld / dpa)
    Im Bundestag wurde heute kontrovers über zwei Gesetzentwürfe debattiert. Eine fraktionsübergreifende Gruppe von 254 Abgordneten plädiert für eine Widerspruchslösung. Eine weitere Gruppe will die bisher geltende Zustimmungsregelung weiterentwickeln. Ziel beider Entwürfe ist es, die Zahl der Spenderorgane zu steigern.
    Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Laumann warb für die Widerspruchsregelung. Der CDU-Politiker sagte, jedem sei es zumutbar, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zu treffen. Die SPD-Abgeordnete Dittmar betonte, die Regelung solle auch dazu beitragen, Angehörige in einer belastenden Situation zu entlasten. Der Grünen-Politiker Lehmann argumentierte dagegen, eine so sensible Frage müsse von den Bürgern aktiv bejaht werden. Zudem dürfe der Staat nicht den Eindruck erwecken, über die Körper der Menschen zu verfügen. Auch der AfD-Politiker Sichert erklärte, die Widerspruchsregelung verstoße gegen die Menschenwürde und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.