Volkswagen
Konzernchef Blume vor Betriebsversammlungen: "Lage ist mehr als kritisch"

Volkswagen-Chef Blume hat die Lage bei Europas größtem Autobauer als mehr als kritisch bezeichnet. VW sei zwar handlungsfähig, sagte Blume in einem Interview, das im Intranet des Unternehmens veröffentlicht wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die aktuelle Rendite reiche aber nicht aus, um Zukunftsinvestitionen dauerhaft zu finanzieren.

    Portrait von Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group, (22.05.2026)
    Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group, (Archivbild). (picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
    Der VW-Chef betonte, trotz Einsparungen seien die Kosten weiterhin zu hoch, so der VW-Chef. Blume hatte angekündigt, den Konzern bis 2030 neu aufzustellen und den Sparkurs deutlich zu verschärfen.
    In der Belegschaft wächst die Sorge vor einem weiteren Stellenabbau. Zuletzt war von bis zu 50.000 gefährdeten Arbeitsplätzen die Rede. Bis Ende August finden neun Betriebsversammlungen statt, bei denen der Vorstand der Belegschaft Rede und Antwort stehen soll.
    Die deutsche Automobilindustrie steckt in einem tiefgreifenden Wandel hin zu klimafreundlicheren Antrieben. Viele deutsche Hersteller haben zuletzt niedrigere Gewinne gemeldet. Vor allem die Geschäfte in China laufen schlecht.
    In der deutschen Autoindustrie werden Arbeitsplätze schneller abgebaut als in anderen Industriebranche. Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 laut Statistischem Bundesamt in der deutschen Leitbranche noch 691.500 Menschen beschäftigt und damit so wenig wie noch nie seit 2005.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.