Sachsens Ministerpräsident
Kretschmer (CDU): Schwarz-Rot hat sich zu lange mit "Nebenthemen" beschäftigt

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die SPD aufgefordert, sich in der Bundesregierung an der Lösung zentraler Probleme zu beteiligen.

    Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht bei einem Richtfest in Dresden in ein Mikrofon und gestikuliert.
    Michael Kretschmer (CDU) (dpa / Robert Michael)
    Der CDU-Politiker sagte im ZDF, ein Problem der schwarz-roten Koalition sei, dass sie sich zu lange mit Nebenthemen beschäftigt habe. Entscheidende Punkte wie Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratie, Energie und Arbeitsmarkt seien nicht angegangen worden. Das sei auch der Grund, warum Deutschland derzeit in keinem guten Zustand sei. Mit Blick auf das Erstarken der AfD sagte Kretschmer, er wolle nicht dabei zuschauen, wie das Land an Rechtsextreme übergehe, sondern Themen wie hohe Energiepreise und Lebenshaltungskosten aus der Mitte heraus klären. Das funktioniere aber nur, wenn die SPD mitmache.
    Kretschmer, der Vize-Vorsitzender der CDU ist, nannte die Stimmung im Präsidium seiner Partei "ernsthaft". Das Gremium trifft sich seit gestern in Berlin, um über die Folgen der schwachen Wahlergebnisse bei den vergangenen Landtagswahlen zu beraten.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.