
Fans von Hajduk, bekannt als "Torcida", zogen am Donnerstag durch die Küstenstadt und skandierten rechtsradikale Parolen über Juden und Adolf Hitler. Während des Spiels zündeten Torcida-Anhänger auf den Rängen Leuchtfackeln und andere Pyrotechnik, was eine Spielunterbrechung von rund zwölf Minuten zur Folge hatte.
Milanovic forderte ein rasches Vorgehen gegen die Täter, um zu zeigen, dass es in Kroatien keinen Platz für die Verherrlichung des Nationalsozialismus gebe. Auch Ministerpräsident Plenković verurteilte die "antisemitischen Botschaften", die völlig im Widerspruch zu den Werten stünden, die die kroatische Gesellschaft wahren wolle. Die israelische Botschaft in Zagreb erklärte in einer Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, sie sei "zutiefst schockiert über den schwerwiegenden antisemitischen Vorfall".
Hajduk Split, das die Partie mit 2:1 gewann, entschuldigte sich in einer Stellungnahme bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und bei Ajax. "Man habe Szenen erlebt, an die sich Europa besser nicht erinnern sollte", teilte der Club mit. Auch der kroatische Fußballverband verurteilte den Vorfall.
Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
