Sachsen-Anhalt
Kultur, Handwerk und Kirchen setzen sich in Manifest für Schutz von Bauhaus ein

Vertreter aus Kultur, Handwerk und Kirchen sprechen sich in einem "Bauhaus-Manifest" für die Freiheit der Kunst und für eine offene Gesellschaft aus. Das Papier verlangt 100 Jahre nach der Eröffnung des Bauhaus-Standortes Dessau, die Prinzipien des Bauhauses zu schützen.

    Logo des Bauhaus-Gebäudes Dessau, Sachsen-Anhalt
    Das Logo des Bauhaus-Gebäudes in Dessau in Sachsen-Anhalt, 1925 erbaut nach Plänen des Architekten Walter Gropius (IMAGO / IPON / IMAGO)
    Die als Kunstschule gegründete Einrichtung war vom NS-Regime geschlossen worden. In dem Manifest heißt es, die Bauhaus-Institutionen müssten gestärkt, ihre kreative Freiheit wie ihre soziale Öffnung als Vorbild begriffen und gegen jedwede demokratiefeindlichen Angriffe verteidigt werden. Davon ausgehend ruft das Papier zum Schutz kultureller Räume und Bauten auf. Diese dienten als Orte des Austauschs und der freien Entfaltung.
    Initiert wurde das Manifest von Kulturstaatsminister Weimer. Unterzeichnet wurde es etwa von der Akademie der Künste, dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Museumsbund und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks. Auch die Evangelische Kirche und die katholische Bischofskonferenz unterstützen das Manifest.
    In gut zwei Wochen wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD, die in Umfragen derzeit vorne liegt, bezeichnet das Bauhaus als - Zitat - "Irrweg der Moderne". Sie fordert eine "patriotische Kulturpolitik".
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.