
Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich Behördenangaben zufolge 70.000 Menschen an den Protesten. Die Organisatoren sprachen von 500.000 Teilnehmern. Auch in Barcelona, Valencia sowie weiteren Städten fanden Demonstrationen statt.
Die Regierung von Ministerpräsident Sánchez war zuvor im Parlament mit zwei Dekreten gescheitert, mit denen sie gegen steigende Mieten und Zwangsräumungen vorgehen wollte. Sánchez führt eine Minderheitsregierung an.
Die Sprecherin des Mieterverbands von Madrid, Racu, rief in einer Erklärung zu den Demonstrationen zu einem Generalstreik auf.
Die Proteste waren von der Zwangsräumung einer 87-jährigen Rentnerin ausgelöst worden. Sie musste nach mehr als sieben Jahrzehnten ihre Madrider Wohnung verlassen. Ein Investor hatte die Miete um 275 Prozent angehoben. Inzwischen konnte die Frau in ihre angestammte Wohnung zurückkehren.
Diese Nachricht wurde am 04.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
