
Zunächst müssen die Abgeordneten den Parlamentspräsidenten bestimmen. Die AfD hat ihren bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer Rausch als Kandidaten benannt. Mit den vom BSW zugesagten Stimmen könnte er es ins Amt schaffen. Es wäre das erste Mal, dass die AfD einen Landtagspräsidenten stellt. Der Landesverfassungsschutz stuft die Partei in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem ein.
Die BSW-Gründerin Wagenknecht verteidigte das Vorhaben der Fraktion in Sachsen-Anhalt, Rausch zu unterstützen. Ihre Partei beende die - Zitat - "Brandmauer-Idiotie", sagte Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur.
Die AfD hatte bei der Landtagswahl knapp 44 Prozent der Stimmen bekommen. Ihr fehlen drei Mandate zur absoluten Mehrheit, das BSW hat fünf. Im Parlament in Magdeburg sind außerdem CDU, Linke, SPD und Grüne vertreten. Sie haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
