
Mit vom BSW zugesagten Stimmen könnte er es ins Amt schaffen. Es wäre das erste Mal, dass die AfD einen Landtagspräsidenten stellt. Der Landesverfassungsschutz stuft die Partei als gesichert rechtsextrem ein.
Die BSW-Gründerin Wagenknecht verteidigte das Vorhaben der Fraktion in Sachsen-Anhalt, Rausch zu unterstützen. Ihre Partei beende die - Zitat - "Brandmauer-Idiotie", sagte Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur.
Siegmund: "Rausch ist ein geeigneter Kandidat"
Der AfD-Politiker Siegmund bekräftigte den Anspruch seiner Partei auf das Amt. Er rechne damit, dass Rausch neben den 39 AfD-Stimmen mindestens fünf weitere erhalten werde,
sagte Siegmund im Deutschlandfunk
. Kritik daran, dass Rausch auch weiterhin Generalsekretär der Partei bleiben soll, wies er zurück. Es komme auf die Fähigkeit an, unterschiedliche Meinungen zusammenzubringen. Dass er das könne, habe Rausch innerhalb der AfD bewiesen, betonte Siegmund.
Siegmund sagte, dass er bei der für Dezember geplanten Wahl zum Ministerpräsidenten nur im ersten Wahlgang antreten werde. Sollte er dann keine Mehrheit bekommen, werde er seine Kandidatur nicht aufrechterhalten.
Die AfD hatte bei der Landtagswahl knapp 44 Prozent der Stimmen bekommen. Ihr fehlen drei Mandate zur absoluten Mehrheit, das BSW hat fünf. Im Parlament in Magdeburg sind außerdem CDU, Linke, SPD und Grüne vertreten. Sie haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.
Schwerdtner (Linke) warnt vor Landtagspräsidenten von der AfD
Vor der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt hat die Vorsitzende der Linkspartei, Schwerdtner, vor der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten gewarnt. Sie sprach von einer Zäsur. In der Bundesrepublik habe es seit den 30er Jahren keinen Landtagspräsidenten mehr einer gesichert rechtsextremen, einer rechten, Partei gegeben, sagte Schwerdtner im Deutschlandfunk.
Zugleich kritisierte sie,
dass Bundeskanzler Merz sich dazu nicht geäußert, hingegen eine mögliche Regierung unter der Linkspartei in Berlin als Problem bezeichnete habe.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
