Sachsen-Anhalt
Landtagspräsident Rausch (AfD): Können mit Stimmen aus der CDU bei Ministerpräsidentenwahl rechnen

Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Rausch von der AfD geht davon aus, dass er auch mit Stimmen der CDU gewählt worden ist.

    Der neugewählte Landtagspräsident Tobias Rausch (AfD) sitzt nach seiner Wahl auf dem Podium während der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt.
    Tobias Rausch (AfD) (dpa pool / dpa / Jan Woitas)
    Dementsprechend äußerte sich Rausch beim Online-Portal "Nius". Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, ob AfD-Spitzenkandidat Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten im Dezember ebenfalls mit diesen Stimmen aus der CDU-Fraktion rechnen könne, sagte Rausch, dies sei so abgesprochen.
    Der CDU-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt, Schulze, äußerte sich zu den Aussagen des AfD-Politikers Rausch auf Anfrage nicht. Der Unionsfraktionschef im Bundestag, Frei, hatte es gestern als Spekulation zurückgewiesen, dass CDU-Abgeordnete der AfD geholfen haben könnten. Der Landesvorsitzende der Christdemokraten in Schleswig-Holstein, Günther, stellte klar, ein solches Mitwirken wäre nicht mit den Werten der Union vereinbar. Für seine Partei gelte ausnahmslos, keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten - weder in Regierungen noch im Parlament.
    Die AfD stellt mit Rausch erstmals in Deutschland einen Landtagspräsidenten. Auf ihn entfielen vier Stimmen mehr als AfD und BSW gemeinsam haben.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.