Heißer Sommer
Lauterbach hält Zahl der Hitzetoten für "eher unterschätzt"

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Lauterbach geht davon aus, dass in Deutschland mehr Menschen an den Folgen von Hitze sterben als bislang angenommen.

    Das Bild zeigt eine leicht seitlich versetzte Nahaufnahme von Karl Lauterbach.
    Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Der SPD-Politiker sagte der "Rheinischen Post", die Schätzmethodik des Robert-Koch-Instituts sei zwar gut zu vertreten, aber zugleich auch eher konservativ. In diesem Zusammenhang räumte Lauterbach ein, dass hitzebedingte Todesfälle generell methodisch nicht ohne Weiteres zu erfassen seien, da die wenigsten Menschen an einem klassischen Hitzschlag stürben. Allerdings könne eine Belastung durch hohe Temperaturen beispielsweise dazu beitragen, dass aus einem bestehenden Vorhofflimmern ein Schlaganfall entstehe, zu dem es sonst möglicherweise nicht gekommen wäre.
    Hitzeperioden haben in diesem Jahr laut RKI in Deutschland bislang zu rund 12.500 Sterbefällen geführt.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.