Nach Bas-Rücktritt
"Lebenswirklichkeit der Menschen in den Mittelpunkt stellen": Sozialverbände sehen Bas-Nachfolger Schweitzer vor großen Herausforderungen

Die Sozialverbände haben nach dem Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bas Forderungen an ihren designierten Nachfolger Schweitzer formuliert.

    Das Schild des Paritätischen Gesamtverbandes und der Paritätischen Forschungsstelle
    Der Paritätische Gesamtverband hat seinen Sitz in Berlin. (picture alliance / ZB / Sascha Steinach)
    Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Rock, sagte dem Evangelischen Pressedienst, der Sozialstaat müsse zugänglicher und einfacher gestaltet werden. Die Leistungen müssten solidarisch finanziert und ausgebaut werden. Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa betonte, die Menschen erwarteten politische Entscheidungen, die ihre Sorgen und ihre Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt stellten. Ähnlich äußerte sich die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland, Engelmeier.
    Die SPD-Politikerin Bas hatte ihren Rückzug als Parteichefin und Arbeitsministerin am Morgen bekanntgegeben und mit dem Tod ihrer Stieftochter begründet. Zugleich warf sie dem Koalitionspartner öffentliche Angriffe vor. Sozialverbandschefin Engelmeier sprach von Anfeindungen und rief dazu auf, gerade in einer solchen persönlichen Ausnahmesituation die Grenzen des Anstands zu wahren.
    Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.