
Wie das Massachusetts Institute of Technology mitteilte, starb Hamilton bereits am 30. September. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".
Der Leiter des Fachbereichs für Luft- und Raumfahrttechnik am MIT, Olivier de Weck, würdigte ebenfalls Hamiltons Verdienste. "Zu sagen, Margaret Hamilton sei eine Pionierin gewesen - zu sagen, sie sei ihrer Zeit voraus gewesen -, wäre eine dramatische Untertreibung", erklärte er. Sie sei Softwareentwicklerin gewesen zu einer Zeit, als dieses Fachgebiet noch in den Kinderschuhen steckte, und sie habe nicht nur selbst fortschrittlichen Code entwickelt, sondern auch ein Team geleitet, das diese noch junge Technologie nutzte, um eines der komplexesten Systeme zu entwickeln, das die Menschheit je geschaffen habe.
Hamilton war nach ihrem Mathematikstudium 1959 nach Boston im US-Bundesstaat Massachusetts gezogen und arbeitete seit 1965 am MIT daran, die Computerprogramme für die geplanten Mondlandungen zu entwickeln. Sie übernahm 1968 die Leitung des Forschungsteams, das für die Bordsoftware der Apollo-Missionen zuständig war. Die erste bemannte Mondlandung gelang den USA 1969 mit der Mission Apollo 11.
Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
