Regierungsbildung in Berlin
Linke, Grüne und SPD erzielen Durchbruch bei Sondierungen

Vier Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin haben Linke, Grüne und SPD ihre Sondierungsgespräche abgeschlossen.

    Berlin: Steffen Krach (r-l, SPD), Kerstin Wolter (Die Linke) und Werner Graf (Bündnis90/Die Grünen) stehen hinter Mikrofonen.
    Linke, Grüne und SPD erielen offenbar eine Einigung. (Annette Riedl/dpa)
    Den Parteigremien werde nun die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorgeschlagen, meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Kreise der drei Parteien. Auch "Der Spiegel" berichtet darüber. Am späten Nachmittag soll es eine gemeinsame Pressekonferenz geben.
    Die Grünen wollen über mögliche Koalitionsverhandlungen auf einem kleinen Parteitag am Montag befinden. Bei der SPD dürfte der Landesvorstand auf Basis des Sondierungspapiers entscheiden, ein Termin wurde nicht genannt. Die Linke hat wegen der Herbstferien in Berlin erst für den 31. Oktober einen Parteitag anberaumt.
    Überschattet wurden die Sondierungsgespräche von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Linken-Mitglieder. Die Beratungen waren deshalb am vergangenen Mittwoch unterbrochen worden. Eine zuvor getroffene Vereinbarung zum Vorgehen gegen Antisemitismus soll Bestandteil eines möglichen Koalitionsvertrags werden. Darin sind auch Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss enthalten. - Bei der Wahl in Berlin am 20. September war die Linke stärkste Kraft geworden.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.