Regierungsbildung in Berlin
Linke, Grüne und SPD erzielen Einigung bei Sondierungsgesprächen

Vier Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin wollen Linke, Grüne und SPD den Parteigremien die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorschlagen.

    Elif Eralp, Vorsitzende der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Werner Graf, Co-Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, und Steffen Krach, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
    Gemeinsames Pressestatement zum Ende der Sondierungen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD in Berlin (picture alliance / Volodymyr Sindieiev / Volodymyr Sindieiev)
    Das teilten Vertreter der drei Parteien nach dem Abschluss ihrer Sondierungsgespräche mit. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Eralp sagte, die Gespräche seien gut und intensiv gewesen. Man wolle gemeinsam ein bezahlbares, sozial- und klimagerechtes Berlin. Sie nannte als zentrales Anliegen die Mietenkrise und kündigte an, die Vergesellschaftung von Wohnungen voranzutreiben. Zudem werde es ein ambitioniertes Neubauprojekt geben und ein Mietendeckel eingeführt. Der Grünen-Fraktionschef Graf und der SPD-Landesvorsitzende Krach äußerten sich zufrieden über das Vereinbarte.
    Die Grünen wollen über mögliche Koalitionsverhandlungen auf einem kleinen Parteitag am Montag befinden. Bei der SPD dürfte der Landesvorstand auf Basis des Sondierungspapiers entscheiden. Die Linke hat wegen der Herbstferien in Berlin erst für den 31. Oktober einen Parteitag anberaumt.
    Überschattet wurden die Sondierungsgespräche von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Linken-Mitglieder. Die Beratungen waren deshalb am vergangenen Mittwoch unterbrochen worden. - Bei der Wahl in Berlin am 20. September war die Linke stärkste Kraft geworden.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.