Regierungsbildung in Berlin
Linke, Grüne und SPD erzielen Einigung bei Sondierungsgesprächen

In Berlin haben Linke, Grüne und SPD ihre Sondierungsgespräche erfolgreich abgeschlossen und den Parteigremien die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen empfohlen.

    Elif Eralp, Vorsitzende der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Werner Graf, Co-Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, und Steffen Krach, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
    Gemeinsames Pressestatement zum Ende der Sondierungen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD in Berlin (picture alliance / Volodymyr Sindieiev / Volodymyr Sindieiev)
    Das gemeinsame Sondierungspapier sieht unter anderem eine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen vor - ab einem Bestand von 10.000 Wohnungen.
    Davon ausgenommen werden sollen Wohnungen, die seit 2021 gebaut wurden oder noch gebaut werden. Das entsprechende Gesetz soll den Plänen der drei Parteien zufolge frühestens 2028 beschlossen werden. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Eralp sprach von einem Kompromiss und betonte man wolle gemeinsam ein bezahlbares, sozial- und klimagerechtes Berlin.
    Die Grünen wollen über mögliche Koalitionsverhandlungen auf einem kleinen Parteitag am Montag befinden. Bei der SPD dürfte der Landesvorstand auf Basis des Sondierungspapiers entscheiden. Die Linke hat wegen der Herbstferien in Berlin erst für den 31. Oktober einen Parteitag anberaumt.
    Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.