Abgeordnetenhauswahl in Berlin
Linke könnte erstmals Regierung anführen

In Berlin könnte die Linke erstmals die Regierung anführen.

    Anhänger und Parteimitglieder der Partei Die Linke jubeln.
    Jubel auf der Wahlparty der Linken im Abgeordnetenhaus in Berlin (dpa / Sebastian Gollnow)
    Nach ihrem deutlichen Wahlsieg kündigte die Spitzenkandidatin der Partei, Eralp an, Regierende Bürgermeisterin werden zu wollen. Sie werde die im Wahlkampf versprochene Vergesellschaftung von großen Wohnungskonzernen umsetzen.
    Laut Hochrechnungen von infratest dimap kam die Linke auf 25,6 Prozent der Stimmen, mehr als doppelt so viel wie bei der Wahl 2023. Die Landesvorsitzenden der Grünen, Stahr und Ghirmai, boten eine rot-rot-grüne Koalition an. Der Bundesvorsitzende der Grünen, Banaszak, nannte allerdings ein klares Bekenntnis der Linken gegen Antisemitismus als Bedingung für ein solches Bündnis. Die Grünen kamen auf 14,3 Prozent der Stimmen.
    Die bislang mit der SPD regierende CDU verlor deutlich und erreichte 18,9 Prozent. Spitzenkandidat Evers nannte das Ergebnis durchwachsen. Berlins regierender Bürgermeister Wegner war für die CDU nicht mehr angetreten.
    Die AfD kam auf 16,1 Prozent und gewann damit deutlich hinzu. Die SPD erhielt 12,1 Prozent der Stimmen, das BSW 4,7 Prozent und die FDP 2,6 Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfielen 5,7 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.