Berlin
Linke-Politiker kritisieren Einigung zum Antisemitismus

An der Einigung der Berliner Linken, Grünen und der SPD zum Thema Antisemitismus gibt es Kritik aus den Reihen der Linkspartei.

    Das Logo der Linkspartei, an dem ein Delegierter vorbei läuft, der nur schemenhaft zu erkennen ist.
    Die Antisemitismus-Einigung von Linke, Grünen und SPD in Berlin sorgt für Wirbel in der Links-Partei. (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Die in der Einigung enthaltenen Formulierungen übernähmen Narrative einer medialen Hetzkampagne, heißt es in einer Stellungnahme, die von 120 Linken-Politikern unterzeichnet wurde. Darunter sind auch Abgeordnete aus dem Bundestag sowie dem Berliner Abgeordnetenhauses.
    Weiter wird betont, die verwendeten Begriffe im Zusammenhang mit Antisemitismus seien so weit und dehnbar gefasst, dass sie gegen jede Kritik an der israelischen Besatzungspolitik ins Feld geführt werden könnten. Die Verfasser kritisieren auch die Berliner Linken-Landesspitze, die sich dem Druck von SPD und Grünen gebeugt habe. Dies sei ein schwerer politischer Fehler, der schnellstens korrigiert werden müsse.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.