Berlin
Linke-Politiker kritisieren Einigung zum Antisemitismus

In Berlin haben 120 Mitglieder der Linkspartei die Einigung ihrer Führungsspitze mit den Grünen und der SPD zum Thema Antisemitismus kritisiert.

    Das Logo der Linkspartei, an dem ein Delegierter vorbei läuft, der nur schemenhaft zu erkennen ist.
    Die Antisemitismus-Einigung von Linke, Grünen und SPD in Berlin sorgt für Wirbel in der Links-Partei. (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Die enthaltenen Formulierungen übernähmen Narrative einer medialen Hetzkampagne, heißt es in einer Stellungnahme, die auch von Abgeordneten des Bundestags und des Abgeordnetenhauses unterzeichnet wurde. Insgesamt haben die Berliner Linken mehr als 19.000 Mitglieder. Zudem seien Begriffe so weit und dehnbar gefasst, dass sie gegen jede Kritik an der israelischen Besatzungspolitik ins Feld geführt werden könnten, hieß es weiter. Die Parteispitze habe sich dem Druck von SPD und Grünen gebeugt. Das sei ein schwerer politischer Fehler, der schnellstens korrigiert werden müsse.
    Aktuell laufen die Sondierungsverhandlungen zwischen den drei Parteien.
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.