Regierungsbildung in Berlin
Linke, SPD und Grüne räumen Hindernis für Sondierungen aus dem Weg

Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus scheint der Weg für rot-grün-rote Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung frei zu sein.

    Auf einer Flagge von Berlin liegen Kugelschreiber der Parteien die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.
    Die Linke, SPD und Grüne wollen Gespräche über eine mögliche gemeinsame Regierungsbildung führen. (Hanno Bode/IMAGO/BODE)
    Linke, Grüne und SPD verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Parteikreisen auf ein Handlungspaket, das im Fall antisemitischer Vorfälle greifen soll. Damit sei ein zentrales Hindernis für den Beginn von Sondierungen ausgeräumt. Auch der "Tagesspiegel" hatte über die Einigung berichtet. Spitzenpolitiker der drei Parteien hatten sich bereits dreimal zu Vorgesprächen getroffen. Am Vormittag ist ein viertes Treffen anberaumt. Anschließend solle die Verständigung auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden, heißt es weiter. 
    Grüne und SPD bestanden vor der Aufnahme von Sondierungen auf verbindlichen Absprachen und Mechanismen vor allem zum Thema Antisemitismus. Geklärt werden sollte nicht zuletzt, wie die Linke mit künftigen möglichen antisemitischen Vorfällen in ihren Reihen umgeht und welche Konsequenzen das innerhalb einer möglichen Koalition hätte. 
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.