Geplante Vergesellschaftung
Linken-Chef Pantisano stellt sich gegen Gewinnerzielung mit Mieten

In der Debatte über eine Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen hat sich der Vorsitzende der Linkspartei, Pantisano, gegen die Gewinnerzielung mit Mieten ausgesprochen. Erträge aus Wohnungen seien für den Erhalt und bei Genossenschaften auch zur Schaffung neuer Wohnungen gedacht, sagte Pantisano im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

    Pantisano schaut zur Seite. Hinter ihm ist eine Wand mit Parteilogos zu sehen.
    Luigi Pantisano, Vorsitzender der Linkspartei (picture alliance / photothek.de / Thomas Koehler)
    Seine Idee sei nicht, dass mit Wohnraum Geld verdient oder spekuliert werden sollte. Er bemängelte, dass das Wohnungsunternehmen Vonovia Milliarden ausschütte und die Mieter in verschimmelten Wohnungen lebten. Zudem erklärte Pantisano , dass auch andere Dinge des Gemeinwohls vergesellschaftet werden sollten. Als Beispiele nannte er Energie, Mobilität und Wasser.
    Hintergrund sind die Pläne der Partei für Berlin. Linke, Grüne und SPD in Sondierungen auf die Vergesellschaftung von großen Immobilienkonzernen ab 10.000 Wohnungen geeinigt.

    Pantisano: Partei an der Seite jüdischen Lebens

    Pantisano verteidigte seine Partei gegen die Kritik, zu wenig gegen Antisemitismus zu tun. Er betonte, die Partei stelle sich im Kern an die Seite jüdischen Lebens und stehe auch für seinen Schutz. Menschen mit antisemitischen Positionen hätten keinen Platz in der Partei. Er betonte, die Linke trage die Verantwortung, antisemitischen Äußerungen nachzugehen, Bildungsarbeit zu leisten und Grenzen aufzuzeigen.
    Mitgliedern der Linkspartei in Berlin wird Antisemitismus vorgeworfen . Die Partei weist die Vorwürfe wiederholt zurück.

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    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.