
Die Landesvorsitzende Wolter sagte im Deutschlandfunk, ihre Partei habe Beschlüsse zum Schutz jüdischen Lebens gefasst und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober wiederholt klar verurteilt. Zugleich räumte Wolter Fehler einzelner Parteimitglieder ein. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Koçak steht wegen Chatkontakten zu einem Angehörigen einer dem Clan-Milieu zugerechneten Großfamilie in der Kritik. Er habe sich dafür entschuldigt und Aufklärung zugesagt, betonte Wolter.
Der frühere Linken-Fraktionsvorsitzende Bartsch warnte davor, Antisemitismus für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Eine Regierungsverantwortung der Linken in Berlin sei keine Drohung, sagte er im ARD-Fernsehen. Zugleich mahnte Bartsch seine Partei, die Vorwürfe ernst zu nehmen. Viele Jüdinnen und Juden machten sich Sorgen.
Die Debatte belastet die Regierungsbildung in Berlin. Grüne und SPD verlangen von der Linken ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus. Heute entscheidet ein Parteitag der Linken, ob Grüne und SPD zu Sondierungsgesprächen eingeladen werden. Die Linke war bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus stärkste Kraft geworden.
Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
