
Die Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Eralp, kritisierte die Vorwürfe auf dem Parteitag als "nicht differenziert". Sie hätten inzwischen eine zerstörende Dimension erreicht.
Eralp betonte, sie werde das vielfältige jüdische Leben stärken und Antisemitismus bekämpfen. Jüdische Menschen müssten sich in Berlin sicher fühlen. Eralp bekräftigte zudem, dass man im Falle einer Regierungsbildung unter Führung der Linken die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen umsetzen werde.
Die Linke hatte die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am vergangenen Sonntag gewonnen. Auf einer Wahlparty der Partei erschien am selben Abend ein Mitglied des berüchtigten Remmo-Clans. Außerdem wurde bekannt, dass der Neuköllner Bundestagsabgeordnete der Linken, Koçak, Chatkontakt zu einem Angehörigen des Remmo-Clans hatte. Dem Clan werden zahlreiche Straftaten zur Last gelegt.
Die Linken-Landesvorsitzende Wolter räumte im Deutschlandfunk Fehler einzelner Parteimitglieder ein, wies den Antisemitismus-Vorwurf gegen den Berliner Verband aber zurück.
Bartsch: "Regierungsverantwortung der Linken in Berlin ist keine Drohung"
Der frühere Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Bartsch, mahnte seine Partei, die Vorwürfe ernst zu nehmen. Viele Jüdinnen und Juden in Berlin machten sich Sorgen. Gleichzeitigt warnte er davor, Antisemitismus für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Eine Regierungsverantwortung der Linken in Berlin sei keine Drohung, sagte er im ARD-Fernsehen.
Grüne und SPD verlangen von der Linken ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus. Rechnerisch möglich wäre in Berlin auch ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD.
Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




