Gesundheitspolitik
Linnemann bringt Leistungskürzungen bei der Pflege ins Gespräch

Bundesgesundheitsminister Linnemann schließt angesichts der angespannten Finanzlage der Pflegeversicherung mögliche Leistungskürzungen nicht aus.

    Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) im Anzug; er schaut in die Kamera.
    Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) (imago / dts Nachrichtenagentur)
    Man müsse rund zehn Prozent einsparen, sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". Er könne nicht garantieren, dass es an der ein oder anderen Stelle keine Leistungskürzungen geben werde. Die Pflegeversicherung habe ein strukturelles Finanzierungsproblem. Die Zahl der Pflegebedürftigen sei innerhalb von 20 Jahren von zwei auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Ohne Reform wäre für 2027 ein Defizit von rund acht Milliarden Euro aufgelaufen. Linnemann erklärte, Pflegeleistungen müssten künftig besser gesteuert werden und zielgenauer denen helfen, die sie wirklich brauchten.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.