
Gesundheitsminister Linnemann sagte in Berlin, das Gesundheitssystem werde durch die Reform effizienter. Es sei ein wichtiger Schritt, dass Patienten in Zukunft in integrierten Notfallzentren erstversorgt und anschließend - je nach Bedarf - ins Krankenhaus oder zum Hausarzt weitergeleitet würden. So könnten sich die Rettungsdienste auf die Fälle konzentrieren, die wirklich schnelle Hilfe brauchten, erklärte der CDU-Politiker. Die SPD-Abgeordnete Machalet, die auch Vorsitzende des Gesundheitsausschusses ist, betonte, es sei wichtig, dass die bereits unter dem früheren Gesundheitsminister Lauterbach initiierte Reform endlich abgeschlossen werde. Jeden Tag, an dem sie nicht gelte, seien Notaufnahmen unnötig überlastet. Kritik kam von der Opposition. Die AfD-Politikerin Hess erklärte, dass das Problem lediglich von Krankenhäusern auf Hausarztpraxen übertragen werde. Dort gebe es bereits jetzt überfüllte Wartezimmer. Die Linke warnte vor einer Unterfinanzierung der Rettungsdienste und beklagte weiterhin schlechte Arbeitsbedingungen in der Branche.
Das Gesundheitsministerium schätzt, dass durch die Reform die Kosten jährlich um 1,2 Milliarden Euro reduziert werden.
Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
