Nato-Ostflanke
Litauen schützt Grenze zu russischer Exklave-Kaliningrad mit Soldaten

Litauen verstärkt den Schutz seiner Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad.

    Wie dieser Grenzzaun zwischen Litauen und Weißrussland soll auch die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad geschützt werden.
    Wie dieser Grenzzaun zwischen Litauen und Weißrussland soll auch die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad geschützt werden. (Dieter Ebeling/dpa)
    Verteidigungsminister Kaunas erklärte, es würden bis zu einhundert Soldaten entsendet, um die Grenzbeamten zu unterstützen. Die Truppenstärke könne je nach Entwicklung der Lage angepasst werden.
    Kaunas begründete den Einsatz der Armee unter anderem mit einem Vorfall an der lettischen Grenze zu Belarus. Dort hatten Maskierte kürzlich versucht, eine Gruppe von Migranten über die Grenze zu schleusen. Weitere Gründe seien eine mögliche Mobilmachung Russlands sowie die allgemeine Sicherheitslage. 
    Litauen ist durch seine Lage an der NATO-Ostflanke besonders exponiert. Der baltische EU-Staat grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.