
Verteidigungsminister Kaunas erklärte, es würden bis zu einhundert Soldaten entsendet, um die Grenzbeamten zu unterstützen. Die Truppenstärke könne je nach Entwicklung der Lage angepasst werden.
Kaunas begründete den Einsatz der Armee unter anderem mit einem Vorfall an der lettischen Grenze zu Belarus. Dort hatten Maskierte kürzlich versucht, eine Gruppe von Migranten über die Grenze zu schleusen. Weitere Gründe seien eine mögliche Mobilmachung Russlands sowie die allgemeine Sicherheitslage.
Litauen ist durch seine Lage an der NATO-Ostflanke besonders exponiert. Der baltische EU-Staat grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus.
Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
