Ausschreitungen in Frankreich
Macron lehnt Rücktritt von Innenminister Nunez ab

In Frankreich hat Präsident Macron das nach den schweren Unruhen eingereichte Rücktrittsgesuch von Innenminister Nunez abgelehnt.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron und der französische Innenminister Laurent Nunez nehmen an einer interministeriellen Krisensitzung unter dem Vorsitz des französischen Präsidenten im Élysée-Palast in Paris teil.
    Der französische Präsident Emmanuel Macron und der französische Innenminister Laurent Nunez (picture alliance / abaca / Tschaen Eric / Pool / ABACA)
    Wie der Elysee-Palast mitteilte, soll Nunez im Amt bleiben, um die Befehlskette innerhalb der Polizei und der Sicherheitsbehörden aufrechtzuerhalten. Zugleich rief Macron den Innenminister dazu auf, schnellstmöglich neue Maßnahmen gegen Randalierer einzuleiten. Die Polizeiarbeit soll auf den Prüfstand gestellt werden. Macron sieht Versäumnisse bei der Planung der Polizeieinsätze und der Beschaffung von Informationen im Vorfeld der Ausschreitungen, hieß es.
    Am Rande von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und bessere Bildungsbedingungen hatten Randalierer am Wochenende in mehreren Städten Polizisten angegriffen, Autos und Gebäude in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert. Nach Angaben des Innenministeriums wurden rund 2.400 Menschen festgenommen. Fast 1.000 Polizisten und andere Sicherheitskräfte wurden verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.