Wegen Mao-Meme
Mbappé verliert Werbedeals in China - und entschuldigt sich

Mehrere Unternehmen in China haben die Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé beendet. Der Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid hat in China viele Fans und ist immer wieder in der Werbung zu sehen. Auslöser sind offenbar Aussagen Mbappés über Revolutionsführer Mao.

    Getränkeflaschen in China, auf denen das Gesicht des französischen Fußballstars Kilian Mbappé abgebildet ist.
    Werbung mit Mbappé auf Getränkeflaschen in China (dpa / AP Photo / Andy Wong)
    Die Firmen gaben in ihren Mitteilungen an, keine Toleranz für Verhalten zu haben, das die Gefühle des chinesischen Volkes verletze. Nähere Angaben, wie sich Mbappé falsch verhalten haben soll, machten sie allerdings nicht. Später erklärte zudem die China Media Group, das führende staatliche Medienunternehmen in China, dass dort ab sofort keine Spiele von Real Madrid sowie Werbung mit dem Franzosen mehr gezeigt werden.
    Mbappé selbst teilte mit, er habe eine taktlose Bemerkung von sich gegeben. Er verstehe nun, die Menschen in China damit verletzt zu haben und entschuldige sich bei jedem, den seine Worte verärgert hätten. Online hatten sich zuvor Aussagen des Fußballers aus einem Interview verbreitet. Darin wurde Mbappé nach seinem Lieblings-Meme mit ihm selbst gefragt. Memes sind bestimmte - meist witzige - Medieninhalte, die sich im Internet stark verbreiten. Als Antwort nannte Mbappé ein Meme, von dem er glaube, dass sein Gesicht auf einen "chinesischen Diktator" montiert worden sei. Online kursieren Memes mit Mbappés Gesicht, die auf ein Bild des chinesischen Revolutionsführers Mao Zedong zurückgehen.
    Chinas Außenministerium betonte daraufhin, Worte und Taten, die die Gefühle des chinesischen Volkes verletzten, würden "selbstverständlich auf gemeinsamen Widerstand aus allen Teilen der chinesischen Gesellschaft stoßen".
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.