
Die Zahl der Betroffenen sei alarmierend hoch, erklärte das Institut anlässlich des Europäischen Tags gegen Menschenhandel am Sonntag. Laut dem Jahresbericht des Instituts zum Menschenhandel sind die häufigsten Ausbeutungsformen in Deutschland sexuelle Ausbeutung und Arbeitsausbeutung. Auch erzwungene Bettelei oder die Entnahme von Organen kämen ebenso vor wie Zwangsheirat, illegale Adoption und Leihmutterschaft. Gleichwohl habe Deutschland seit 2024 wichtige Fortschritte bei der Bekämpfung von Menschenhandel gemacht, etwa durch Schulungen bei der Finanzkontrolle der Schwarzarbeit.
Das vom Bundestag finanzierte Deutsche Institut für Menschenrechte soll die Umsetzung europäischer Regeln gegen Menschenhandel begleiten.
Dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel zufolge erfassten die Fachberatungsstellen im vergangenen Jahr fast 1.000 Fälle von Menschenhandel und Ausbeutung.
Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
