CSU-Parteitag in München
Merz drängt auf Reformen und äußert sich nicht zur Steinmeier-Nachfolge

Der CDU-Vorsitzende Merz hat auf ⁠dem Parteitag der CSU zur schnellen Umsetzung der angeschobenen Reformen gedrängt.

    Das CSU-Logo steht vor Beginn des CSU-Parteitags auf der Bühne.
    Auftakt des CSU-Parteitags (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
    Man sollte stolz auf Deutschland und auf Bayern sein können, sagte der Bundeskanzler vor den Delegierten in München. Deutschland sei nach wie vor ein Land mit außergewöhnlichen Stärken. An die SPD gerichtet betonte Merz, die Debatten über die Reformen wühlten das ganze Land auf. Erneut sprach er sich für eine Senkung der Stromsteuer für alle aus. - Nach Auffassung von Bundesfinanzminister Klingbeil reichen aber die erwarteten höheren Steuereinnahmen nicht aus, um das zu finanzieren. - Merz hob die Zusammenarbeit von CDU und CSU hervor. Man müsse zusammenstehen, um das Land vor Extremisten von ganz links und ganz rechts zu bewahren. Zudem warnte er vor Russland als Bedrohung von außen.
    Zum Auftakt seiner Rede begrüßte Merz nach CSU-Chef Söder auch Bayerns Landtagspräsidentin Aigner namentlich. Damit löste er bei den Delegierten Jubel aus. Viele erhoben sich von ihren Sitzen. Söder hatte gestern erneut für Aigner als nächste Bundespräsidentin geworben. Die Haltung der CDU-Führung zu der Personalie ist aber unklar. Merz äußerte sich in seiner Rede nicht dazu.
    Diese Nachricht wurde am 24.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.