Landtag Sachsen-Anhalt
Merz hält auch "False-Flag"-Aktion bei Wahl von AfD-Politiker möglich

Nach der Wahl des AfD-Politikers Rausch zum Präsidenten des Landtags in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Merz angedeutet, dass dieser auch von SPD, Grünen oder der Linken Stimmen erhalten haben könnte.

    Tobias Rausch nimmt nach der Wahl Glückwünsche entgegen.
    Der neue Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt Tobias Rausch (links) nimmt die Glückwünsche seines Vorgängers Gunnar Schellenberger (CDU) entgegen (AFP / RONNY HARTMANN)
    Der CDU-Vorsitzende verwies auf einer Veranstaltung in Berlin auf die Möglichkeit einer sogenannten "False-Flag"-Aktion. Diese gebe es nicht nur militärisch, sondern auch politisch, sagte er. Unter einer "False-Flag"-Aktion versteht man ein Täuschungsmanöver, um den Eindruck zu erwecken, dass eine selbst ausgeführte Aktion von anderen durchgeführt wurde. Merz betonte zugleich, wer einen Abgeordneten einer rechtsextremen Partei zum Landtagspräsidenten wähle, müsse das mit seinem Gewissen vereinbaren. Mit den Werten der CDU sei dies nicht vereinbar.
    Rausch hatte bei seiner Wahl gestern vier Stimmen mehr bekommen als die AfD sowie das BSW, das ihn ebenfalls wählte, zusammen hatten. Er sagte heute gegenüber dem Online-Portal "Nius", es gebe Absprachen mit vier CDU-Abgeordneten, auch den AfD-Spitzenkandidaten Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.