Nach Verlusten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin
Merz kündigt Aufarbeitung und Kurskorrektur an - Landtagswahlen sind "Zäsur"

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz hat nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen eine Aufarbeitung und Kurskorrektur angekündigt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin eine Pressekonferenz.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin eine Pressekonferenz. (Kay Nietfeld / dpa)
    Das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde in Mecklenburg-Vorpommern sei für die CDU eine tiefe Zäsur, die Konsequenzen würden die Partei noch lange beschäftigen, sagte Merz nach den Sitzungen der CDU-Gremien in Berlin. Er kündigte an, die Koalition mit der SPD im Bund fortsetzen zu wollen. Zugleich zeigte sich Merz offen für Änderungen an den geplanten Reformen.
    Zuvor hatten sich führende Unions-Politiker hinter Merz gestellt und Anpassungen befürwortet, so etwa die stellvertretende Bundesvorsitzende Prien und CSU-Chef Söder. Die SPD-Vorsitzende Bas erklärte, nach den Wahlen könne man nicht einfach so weitermachen. Die Menschen seien mit den anstehenden Reformen nicht zufrieden. Die Koalitionsparteien müssten deshalb gemeinsam nach Lösungen suchen. Von Seiten der SPD hieß es heute zudem, auf einem Konvent im Dezember solle über die inhaltliche Ausrichtung der Partei diskutiert werden.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.